Erraten Sie was die fünf Bilder gemeinsam haben, die wir dem Sonntagswort mitgegeben haben? Hasen und Klopapier. Himmel, Playmobil und Ballett. Stimmt! Auf den ersten Blick gibt es da nicht viel Verbindendes.
Und doch tragen Sie einen gemeinsamen Titel. Begeisterung. Die steckt in allen Bildern, die die Konfis gemacht haben. Passend zum Pfingstfest hatten sie die Aufgabe: Schicke uns ein Bild mit dem Titel Begeisterung.
Da ist das Foto der jubelnden Massen. Begeisterung scheint irgendwie etwas mit Gemeinschaft zu tun zu haben. Sie führt zusammen. Auch verschiedene Personen. Ein bunter Haufen ist da aus Playmobil zusammengekommen. Begeisterung verknüpft und verbindet.
Begeisterung kann manchmal auf schräge Formen annehmen. Das goldene Kalb heute einmal als Klopapier vor dem offenen Kofferraum. Gut, dass wir uns manchmal noch selbst erkennen und über uns lachen können.
Die Sonne über den Dächern. Am Morgen? Oder am Abend? Ich weiß es nicht. Aber auch dieses Foto erzählt von Begeisterung. Ein in sich versunkener Augenblick, der erst einmal einem Menschen allein gehört. Begeisterung für einen flüchtigen Augenblick und das Gespür dafür wie viel Schönheit uns umgibt. Gut, wer das immer wieder sieht und sich begeistern lässt.
Die Ballettschuhe erzählen für mich von der Leidenschaft die Begeisterung auslösen kann. Wie viel hartes Training ist nötig umso tanzen zu können. Wie viel Ausdauer und Kraft braucht das.
Und zuletzt: die Hasen. Ich finde es stark, wenn sich Begeisterung darin zeigt Verantwortung zu übernehmen. Ob für Hasen, Pferde oder Co.
Fünf Bilder. Höchst unterschiedlich. Und trotzdem eins gemein: Sie erzählen von Begeisterung. Manchmal wissen wir gar nicht, warum es dieses oder jenes ist, das uns ergreift. Es packt uns einfach und wir sind Feuer und Flamme.
Die Jünger in Jerusalem am Pfingsttag wussten hingegen ziemlich genau, woher ihre Begeisterung kam. Vom Geist Gottes. Klar. Wessen sonst? Er ließ Sie über sich hinauswachsen.
Er führte sie in die Straßen und lies sie in verschiedenen Sprachen sprechen, damit alle die eine verbindende Botschaft von Jesu hören. Ein bunter Haufen war das, der da zusammenkam und für die alle gelten sollte: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«
Mit dem Geist Gottes wurden die Jünger leidenschaftlich und nahmen für das Richtige und Gute, das Wahre und Gerechte auch Leiden in Kauf.
Der Geist Gottes öffnete den Jünger die Augen für die Welt, die sie umgibt und die Schönheit der Schöpfung und lehrte sie Verantwortung dafür. Mit vollem Einsatz für alle Welt.
In den Bildern der Konfirmanden und der Erzählung von Pfingsten merke ich: wir und die damals sind gar nicht so verschieden. Der Geist von damals wirkt heute wie damals. Wenn Sie wissen wollen, wo Ihnen der Geist Gottes in Ihrem Leben begegnet, dann schauen Sie doch einmal auf das, was Sie begeistert, treibt, freut, verantwortlich – und vor allem lebendig macht. Ich bin mir sicher, sie werden merken. Auch Sie sind voll des Geistes. Vom Geist Gottes. Klar. Wessen sonst?
Frohe Pfingsten.
