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10.05.2020 Kategorie: Corona, Gemeinde Startseite, Gemeindeleben

#sonntagswort

Ein Gedanke auf allen Kanälen

In St. Lukas haben wir heute wieder mit kurzen und segensreichen Gottesdiensten in der großen St. Lukas -Kirche begonnen. Unser #sonntagswort aus  den letzten Wochen wird es dennoch weiterhin geben, denn es nimmt zukünftig den Predigtimpuls des Gottesdienstes auf. Ob analog im Gottesdienst, digital am Computer oder Smartphone wollen wir so allen ermöglichen auf ihre Art und Weise Andacht und Gottesdienst zu feiern.

#sonntagswort an Kantate von Benedikt Sacha

Jedes Leben hat welche. Lieder, Songs oder Musik die das Leben begleiten und sich eng mit unserer Biografie eng verbunden haben. Das Lied vom ersten Kuss. Die Hymne aus dem Stadion. Das Lied, das sie bei der Beerdigung gespielt haben.

Musik begleitet uns ein Leben lang. In allen Variationen und allen Geschmacksrichtungen. Wenn die richtigen Töne und Klänge auf die richtigen Worte treffen, dann erreichen sie uns in tief in der Seele und schaffen etwas Einzigartiges. Mit guten Liedern kannst du gleichzeitig weinen und getröstet werden. Du kannst deine Angst herausschreien und zugleich mutig werden. Lieder und gute Songs sind wie eine Therapie. Deshalb gibt es für jede Lebenslage eine Playlist. Für Liebeskummer. Party. Haushalt. Arbeiten und auch für Trauer, Klage und Dank.

Die Bibel ist auch wie eine Playlist. Obwohl keine einzige Note drinsteht. Mirjam singt das erste Lied in der Bibel nach dem Durchzug des Volkes Israel durchs Rote Meer. David singt, um dem schwermütigen Saul zu besänftigen und die Apostel können Fesseln und Ketten mit ihrem Gesang sprengen. Sogar wenn das Singen wie in den Psalmen als Klage beginnt wird es am Ende zu einem Lob. Das eint alle Lieder der biblischen Playlist. Sie sind der festen Überzeugung, dass Gott heilsam eingreifen kann und wird.

Kantate heißt dieser Sonntag und erinnert uns an diese Erfahrung. „Singt Gott aus vollem Herzen Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder. Denn er hat euch Gnade geschenkt.“  Mit welchen Liedern wir das Tun ist uns überlassen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder von uns mindestens ein Lied hat, in dem genau dieser Erfahrung enthalten ist. Ein Lied aus der eigenen Biografie, das bis tief in die Seele hinein spüren lässt: Ich bin getragen, getröstet und geliebt.

Die Aufgaben für heute lautet also. Suche in deiner Plattensammlung, deiner Playlist das Lied, dass dich heute genau daran erinnert. Und dann drehe die Lautsprecher oder die Kopfhörer auf. Sing aus vollem Herzen. Allein oder zu zweit. Sing und lass deine Seele aufatmen.

Copyright by Guido Schroers

Beitrag von Benedikt Sacha