Unsere Alte Kirche
Nach langem Suchen konnten wir hier einige Informationen über unsere Alte Kirche zusammentragen.
Als Baudenkmal wird die Kirche wie folgt beschrieben:
Eine Besonderheit [in der Stadt Braunschweig] stellt der kleine Bau in Querum von 1864 dar: Aus Ziegelmauerwerk errichtet, mit hoher Apsis im Osten,
symmetrisch mit flachen Risaliten gegliederten Langseiten, mittigen Drillingsfenstern und mit Rundbögen und Lisenen gegliederten Wandfeldern,
ziert der Bau sowohl Einzelformen des Braunschweiger Domes, mit der dreiteiligen Fensterfigur aber auch Formen mittelalterlicher Profanbauten.
(Denkmaltopographie, Stadt Braunschweig, Teil 2, Band 1.2.)
Die Querumer Dorfkirche hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Wer noch mehr über unsere Alte Kirche zu berichten weiß, kann sich gerne bei uns melden.
Hier ein Artikel vermutlich aus einem Gemeindebrief von 1982:
Alte Querumer Kirche noch nicht komplett
Am Silvestertag des vergangenen Jahres wurde unsere alte Querumer Kirche nach gründlicher Renovierung wieder in Benutzung genommen. Wir in der St. Lukas Gemeinde
freuen uns, dass wir diesen zusätz- lichen Kirchraum, vor allem aus Gründen der Heizkostenersparnis vornehmlich in den Monatenn Dezember bis April
für unsere Gottesdienste und Amtshandlungen, mit Ausnahme der monatlichen Familiengottesdienste, benutzen können.
Aber auch für Trauerfeiern und Passionsandachten wird die alte Kirche weiterhin gebraucht.
Was noch dringend fehlt, ist die sich lohnende Reperatur der vorhandenen Orgel. Eine große Aufgabe, die nicht ohne die tatkräftige Mithilfe der Gemeindemitglieder zu schaffen sein wird.
Dabei sind wir in der glücklichen Lage, einen befähigten Orgelbaumeister am Ort zu haben, so dass zusätzliche Wege und Kosten entbehrlich.
Die ersten 9.000 DM sind durch kleine und große Spenden vorhanden. Der Kirchenvorstand hat am 10.02. beschlossen:"Der erste Bauabschnitt kann beginnen" Aber
noch fehlen 1.400 DM die wir zusammenbekommen müssen. Für alle Spenden, und seien sie noch so klein, sind wir dankbar. Aber vielleicht gibt es auch in unseren Tagen noch
den einen oder anderen Mäzen, der sich und uns allen eine Freude machen kann und will. Übrigens gab es diese Mäzen schon früher, auch in Querum, wie überliefert wird. Das
zerstörte bunte Glasfenster im Altarraum zum Beispiel war eine Stiftung der ehemals wohlhabenden Familie Meyer. Ein Elektromeister des Ortes hatte einen handwerklich gelungenen Kronleuchter
in Form einer Dornenkrone mit Kreuz gearbeitet. Dieser überstand die Kriegszerstörung von 1944, die die Fenster, Dach und Orgel stark in Mitleidenschaft gezogen hatten. Aber
er verschwand mit, als die Kirche vor knapp zwanzig Jahren bis auf die Orgel ausgeräumt wurde. Altar, Bänke, Kanzel und Sakristei wurden wohl aus Altergründen abgebrochen und der Kirchraum
vornehmlich für Trauerfeiern hergerichtet, dazu mit weißlichem Anstrich versehen. Einen Eindruck, wie das Kirchlein in den zwanziger Jahren innen ausgesehen hat, vermittelt uns ein koloriertes
Bild von F. Kostmann, dass sich im Nachlass von Propst Ernesti (Pfarrer in Querum von 1929-1953) fand. Wir danken seinem Sohn für die Erlaubnis zur Wiedergabe in unseren Informationen.
